Innovationspreis 2017 des Landkreises Göttingen

IGR Institut für Glas- und Rohstofftechnologie GmbH

Das IGR Institut für Glas- und Rohstofftechnologie ist ein weltweit anerkanntes, kundenorientiertes, neutrales und unabhängiges nach DIN EN ISO/IEC 17025:2005 akkreditiertes Dienstleistungsunternehmen für die Glasproduktion, Rohstoffindustrie und Lebensmitteltechnologie und wendet hierfür modernste Analysentechnik an.

Zusätzlich beschäftigt sich das IGR auch mit Bereichen außerhalb der Glasindustrie, wie z.B. Keramik, Feuerfest, Baustoffe, Metalle, Kunststoffe, künstliche Mineralfasern, Asbest und Abfällen.

 

Für Glas bietet das IGR ein umfassendes Spektrum an chemischen und physikalischen Dienstleistungen an, hierzu zählen:

- chemische Glas- und Rohstoffanalysen, inklusive Spurenelemente mit der ICP- OES,

- Schwermetallanalysen,

- physikalische Glasuntersuchungen wie Dichte, Homogenität, Viskosität, Blasen, Gispen und Farbe,

- Glasfehleranalysen z.B. Einschlüsse, Schlieren und Cat-Scratches sowie Bruchanalysen u.a. mit der REM-EDX,

- Fundstücke wie Glas und Kunststoffe in Lebensmitteln u.a. mit der FT-IR und Mikroanalytik,

- Glasbeschichtungen (HEV, KEV und Innenvergütung),

- Volumenbestimmungen und Ausschankmaße,

- Forschung, Glasentwicklungen und Beratungen.

 

Bei dem diesjährigen Innovationspreis bewirbt sich das IGR mit der Untersuchung von künstlichen Mineralfasern. Das IGR gehört aktuell weltweit zu einem von nur sieben zugelassenen Prüflaboratorien und deutschlandweit zu einem von nur vier zugelassenen Laboratorien.

 

In unserem Alltag haben wir es häufig mit solchen künstlichen Mineralfasern in Form von Glaswolle und Steinwolle zu tun. Ein Großteil dieser glasartigen Fasern wird als Dämmwolle verwendet, zusätzlich finden diese jedoch auch als Zusatz in Baustoffen zur Verbesserungen von Eigenschaften wie Festigkeit, Zähigkeit oder Dauerhaftigkeit Anwendung.

 

Moderne künstliche Mineralfasern sind ökologisch unbedenkliche und vorteilhafte Produkte, die hinsichtlich umwelt- und gesundheitsrelevanter Aspekte sehr gut abschneiden.

Es ist jedoch zu beachten, dass die sogenannten Altwollen, die bis 1995 in Deutschland produziert und etwa bis 2000 verkauft wurden und aktuell zuhauf in Bestandsgebäuden zu finden sind, tatsächlich in Analogie zu Asbestfasern stehen können und somit für den Menschen möglicherweise gesundheitsschädigend sind.

 

Eine einfache Analyse dieser gesundheitlich bedenklichen Fasern mittels REM-EDX gemäß des sogenannten Kanzerogenitätsindex (KI) – wie diese von vielen Laboren als routinemäßige Dienstleistung angeboten wird – ist keine aussagefähige Methode um die Biolöslichkeit und somit die gesundheitlich unbedenklichen Faser beurteilen zu können.

 

Die Biolöslichkeit wird durch die geometrischen Verhältnisse der Fasern sowie auch durch deren chemische Zusammensetzung beeinflusst. Um eine aussagekräftige chemische Analyse zu erhalten ist neben der Präparation auch die analysierende Methode – hier die ICP-OES – von größter Bedeutung. Das IGR konnte in den letzten Monaten im Bereich der Faseranalysen und hier vor allem im Bereich des Faserrückbaus bereits vielfach seine Kompetenz unter Beweis stellen.

 

Ihr Ansprechpartner

Dirk Diederich
IGR Institut für Glas- und Rohstofftechnologie GmbH
Rudolf-Wissell-Str. 28a
37079 Göttingen
Tel: 0175 2947939
Fax: 0551 2052803
Web: http://www.IGRgmbh.de